Weinbau-Praxis

Integrierter Rebschutz

Effektiver Rebschutz ist für den Ertrag und die Gesundheit eines Weinbergs essentiell. Viele Winzer verstehen unter einer ordentlichen Weinanlage auch heute noch Rebzeilen, deren vermeintlich perfektes Bild durch keinen störenden Grashalm getrübt wird. Auch in der Laubwand wird jedes Lebewesen zunächst als Störenfried betrachtet. Glücklicherweise gibt es mittlerweile viele Winzer, die ein anderes Verständnis eines gesunden Weinbergs haben - integrierter Rebschutz ist zur handlungsleitenden Maxime geworden. Man hört allerdings gerade in unseren Tagen sehr viel von "integriert" hier, "dynamisch" dort und "ökologisch" sowieso. Was heißt also "integrierter Rebschutz" für den Weinbau?
Integrierter Rebschutz ist eine Kombination von Verfahren, bei denen unter vorrangiger Berücksichtigung biologischer, biotechnischer, pflanzenzüchterischer sowie kultur- und anbautechnischer Maßnahmen die Anwendung chemischer Pflanzenschutzmittel auf das notwendige Maß beschränkt wird. Wichtigstes Prinzip hierbei ist die Nützlingsförderung, da Mutter Natur dankenswerterweise jedem Schädling auch einen Nützling entgegenstellt, der ihn in Schach hält. Die nützlichen Helferlein reagieren allerdings auf den Einsatz vieler chemischer Produkte mit Arbeitsverweigerung. (Mit dieser Philosophie kann man übrigens auch ohne eine Mitgliedschaft in einem Verband wirtschaften!)


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